Getreidefeld

Fachtag Ackerbau 30.01.2018

Wintertagung

Nur 50 % der in Österreich landwirtschaftlich genutzten Flächen sind Ackerland, damit liegen wir deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Auch der Anteil der Ackerbaugroßbetriebe ist bekanntlich gering. Wie kann der österreichische Ackerbau trotz dieser hierzulande kleinen Strukturen Erfolg haben? Garantieren uns vielfältige agrarpolitische Maßnahmenpläne wie etwa die Bioökonomie- oder die Eiweißstrategie neben internationaler Unabhängigkeit auch langfristigen Erfolg? Und welches Potenzial liegt in den unzähligen Nachhaltigkeitsprogrammen? Stellen diese lediglich einen Trend von vielen dar oder doch vielmehr eine Chance für unseren Ackerbau auf heimischem und globalem Markt? Internationale sowie nationale ReferentInnen und DiskutantInnen werden die Perspektiven für den österreichischen Ackerbau aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und versprechen neben zahlreichen fachlichen Inputs auch spannenden Diskussionsstoff!

Hier geht´s zur Anmeldung

Anmeldung

Tagungsleitung & Moderation
Ferdinand Lembacher, Leiter der Abteilung Pflanzenproduktion, Landwirtschaftskammer Niederösterreich, St. Pölten

09:00 Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen

Block I: Perspektiven für Ackerbauregionen

09:30 Eröffnung und Begrüßung
Hubert HasenauerDesignierter Rektor der Universität für Bodenkultur Wien

09:40 Was wir wollen, was wir dürfen – was die Zukunft bringt
Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Wien

10:00 Agrarpolitische Ansätze im Vergleich
Frank van Tongeren, Leiter der Abteilung für Handels- und Agrarpolitik, OECD – Organisation for Economic Co-operation and Development, Paris

10:25 Klimaabkommen und resultierende Perspektiven für den Ackerbau – Bioökonomie als Chance
Günter Liebel, Leiter der Sektion I – Umwelt und Klimaschutz, BMLFUW, Wien

10:50 Eiweißstrategie – Status quo und Zukunftschance
Helmut Feitzlmayr, Referent für Ackerbau, Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Linz

11:10 Entwicklungen von Eiweißkulturen am Markt
Wolfgang GeltingerBetriebsleiter der ADM Spyck GmbH, Straubing, Deutschland

11:30 Podiums- und Publikumsdiskussion: Erfolgsstrategien für Ackerbaubetriebe
Helmut Feitzlmayr
Wolfgang Gelingen
Günter Liebel
Hermann Schultes
Frank van Tongeren                             

12:00 Mittagspause

Block II: Digitalisierung in der Praxis

13:15 Digitalisierung – was im Ackerbau möglich ist
Stefan Polly, Leiter des Arbeitskreises Biogas NÖ und Mitarbeiter im Bereich Smart Farming, Landwirtschaftskammer NÖ, St. Pölten

13:35 Überbetriebliche Zusammenarbeit – modernste Technik für kleine Strukturen

Wolfgang Weichselbaum, Leiter der Agrarabteilung, Maschinenring Österreich, Linz

13:50 Vorstellung des LFI-Projekts „Pflanzenschutz-Warndienst“
Vitore Shala-Mayrhofer, Managerin des Projekts Warndienst, Landwirtschaftskammer Österreich, Wien

14:05 Drohnen und ihr vielseitiger Einsatz im Ackerbau
Michael GlösmannKey Account Manager in der Abteilung Pflanzenschutz, RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien
Claudia MittermayrLeiterin des Bereichs Farming Innovations, RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

14:20 Podiums- und Publikumsdiskussion: Digitalisierung auch für meinen Betrieb?

14:40 Kaffeepause

Block III: Nachhaltigkeit als Marktchance

15:00 Können Nachhaltigkeitszertifikate die österreichische Pflanzenproduktion absichern?
Siegfried Pöchtrager, Universitätsdozent am Institut für Marketing und Innovation, Department für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Universität für Bodenkultur Wien

15:15 Nachhaltigkeit als Kaufargument
Tanja Dietrich-Hübner, Leitung Stabsstelle Nachhaltigkeit, REWE International AG, Wr. Neudorf

Nachhaltigkeitszertifizierung am Beispiel …

15:30 … Nachhaltige Landwirtschaft
Meike Packeiser, Leiterin des Fachgebiets Nachhaltigkeit und ländliche Räume, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, Frankfurt

15:40 … Zucker
Ulrich Fischer, Leiter der Rohstoffabteilung, Agrana Zucker, Tulln

15:50 … Soja
Ursula Bittner, Generalsekretärin von Donau Soja, Wien

16:00 Schlussfolgerung: Nachhaltigkeitszertifikate der Verarbeitungsindustrie und ihre Folgen für die Landwirtschaft
Christian Gessl, Leiter der Abteilung Marktordnung und Marktinformation, Agrarmarkt Austria Marketing, Wien

16:10 Podiums- und Publikumsdiskussion: Nachhaltigkeitszertifikate – wer kann davon profitieren?

16:30 Ende und Führung durch den Forschungsstandort

Hier können Sie das Programm für den Fachtag Ackerbau downloaden.

Wintertagung 2018_Folder_Fachtag_Ackerbau

Tagungsgebühren (alle Preise inkl. 20% MwSt.)
Tageskarte: Euro 70,–
Ermäßigte Tageskarte:
Euro 35,– (mit Betriebsnummer (LFBISNR))
Euro 15,– (mit Ausweis für StudentInnen, Landjugend, SchülerInnen)

Anreise
Universitäts- und Forschungszentrum Tulln
Konrad-Lorenz-Straße 24
3430 Tulln

 Stefan Polly

© LK NÖ/Lechner

Stefan Polly, Referent im Bereich Landwirtschaft 4.0 / Smart Farming in der Landwirtschaftskammer Niederösterreich

Durch die Digitalisierung in der Land- und Forstwirtschaft wird sich künftig vieles ändern. Was alles im Bereich Ackerbau möglich ist, möchte ich Ihnen auf der Wintertagung gerne präsentieren.

 Wolfgang Weichselbaum

© Maschinenring Österreich

Wolfgang Weichselbaum, Leiter Agrar, Maschinenring Österreich

Der Einsatz modernster Technik bei gleichzeitig geringer Fixkostenbelastung muss kein Widerspruch sein. Der Maschinenring unterstützt dabei mit der Möglichkeit der Auslagerung einzelner Arbeitsschritte, der Möglichkeit des Abschlusses von Bewirtschaftungsverträgen, bzw. mit der Möglichkeit sich in Maschinengemeinschaften zu organisieren. Um auf volatilen Märkten nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich zu sein, ist es entscheidend seine Kostenstruktur zu kennen und im Griff zu haben. Darin besteht eines der zentralen Anliegen des Maschinenringes.

 Michael Glösmann

© RWA AG

DI Michael Glösmann, Key Account Manager Abtlg. Pflanzenschutz, RWA Raiffeisen Ware Austria AG

Erfahrungen zur Trichogramma-Ausbringung mit einer Agrardrohne zur Kontrolle des Maiszünslers in Österreich. Vorschau zukünftiger Möglichkeiten mit Drohnen im Pflanzenbau.

 Tanja Dietrich-Hübner

© REWE International AG

Mag.a Tanja Dietrich-Hübner, MAS, Leiterin Stabstelle REWE International AG

Stellt der Preis nach wie vor einen wichtigen Kaufanreiz dar, so achten KundInnen bei der Kauf- und Konsumentscheidung zusehends auf ökologische und soziale Faktoren. Qualität eines Produktes bedeutet nicht mehr nur guter Geschmack, hochwertige Rohstoffe u.ä. sondern umfasst auch die Art und Weise der Herstellung. Den schonenden Umgang mit Ressourcen, partnerschaftliche Beziehungen zu Lieferanten und faire Arbeitsbedingungen einfach und verständlich zu kommunizieren, wird zunehmend zu einem Erfolgsfaktor für den Verkauf von Produkten.

 Ulrich Fischer

© AGRANA

Ulrich Fischer, Bereichsleitung Rohstoffbeschaffung Zuckerrübe, AGRANA Zucker GmbH, Tulln

Gelebte Nachhaltigkeit in der österreichischen Zuckerrübenproduktion.
Gezeigt am Beispiel von SAI (Sustainable Agricultural Initiative) – Eine globale Initiative für nachhaltige Lebensmittelproduktion.

Ursula Bittner

© Michael Meier

Ursula Bittner, Generalsekretärin von Donau Soja, Wien

Hermann Schultes

© LK NÖ/Haiden

Präsident Ök.-Rat Ing. Hermann SCHULTES
Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich

„Anerkennung und Einkommen sind für uns das Eine, die Härte der Abnehmer, die Kritik der NGO`s und Spendenkeiler sind das Andere. Die Natur bestimmt für uns auch in Zukunft das Mögliche.

Helmut Feitzlmayr

© Feitzlmayr

DI Helmut Feitzlmayr, Ackerbaureferent der Pflanzenbauabteilung, Landwirtschaftskammer Oberösterreich

„Das Ergebnis der österreichischen Eiweißbilanz zeigt auf, dass der Bedarf an Eiweiß zu 82% über die heimische Wiesen und Felder gedeckt werden kann. Lediglich 15% des benötigten Eiweißes stammt aus Sojaimporten, womit die Eiweißbilanz in Österreich besser da steht als vielfach angenommen.

Siegfried Pöchtrager

© Siegfried Pöchtrager

Ao.Univ.Prof. Dr. Siegfried Pöchtrager
Mitarbeiter am Institut für Marketing und Innovation

„Eine umfassende Produkt- & Prozessqualität beginnt dort, wo der (Mindest)Standard aufhört & Freiwilligkeit, Transparenz sowie eine offene Kommunikationskultur beginnen/(Einzug halten)!

Nachhaltigkeitszertifikate bieten eine solide Grundlage, um das Image der Landwirtschaft weiter zu stärken, verantwortungsvolles Handeln in der Branche vor den Vorhang zu holen & dadurch das Vertrauen der Verbraucher in die Landwirtschaft weiter zu festigen.

Meike Packeiser

© DLG e. V.

Meike Packeiser
Fachgebietsleiterin Nachhaltigkeit und ländliche Räume, DLG e.V., Frankfurt am Main

„Aktuell steht die Landwirtschaft insgesamt in einer intensiven und kritischen gesellschaftlichen Diskussion. DLG bewertet das Instrument des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitszertifizierung in dieser Diskussion als wichtigen Unterstützungsansatz für landwirtschaftliche Betriebe bei ihrer Zukunftsausrichtung mit Signalwirkung auf Landwirtschaft, Gesellschaft und Politik. Nachhaltigkeit kann man über Indikatoren messen von der Nährstoffbilanz bis zu den Arbeitsbedingungen. Messbares ist eindeutig, schafft Transparenz über Leistungen und Umweltwirkungen und optimiert das Management.

Günter Liebel

© bmnt/Alexander Haiden

Sektionschef DI Günter Liebel, Leiter der Abteilung Umwelt und Klimaschutz, Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

„Mein Beitrag zur Wintertagung ist eine Darstellung des Zusammenhanges zwischen der Landwirtschaft und dem Klimawandel.

 Christian Gessl

© AMA/Martin Lusser

Christian Gessl, Abteilungsleiter für Marktordnungen und Marktinformation in der Agrarmarkt Austria

Spezialisierung, Differenzierung, Regionalität sind Schlagworte, mit denen die österreichische Landwirtschaft ihre Chancen auf den nationalen und internationalen Märkten wahrt.
Nachhaltigkeit bildet dabei einen weiteren Baustein um der landwirtschaftlichen Produktion einen Mehrwert zu bieten.
Konsumenteninteresse sowie effiziente Zertifizierungssysteme bilden jedoch die Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung.