Schweine fressen aus Trog

Fachtag Schweinehaltung 01.02.2018

Wintertagung

Wohin entwickelt sich der globale Markt für Schweinefleisch und wohin entwickelt sich die österreichische Schweinehaltung? Wird sich durch die Gemeinsame Agrarpolitik 2020 etwas Grundlegendes für Schweinehalterinnen und -halter ändern?

Neben agrar- und marktpolitischen Themen werden zahlreiche internationale ExpertInnen und heimische ReferentInnen mit dem Ausbruch der Schweinepest in Osteuropa eine weitere aktuelle Herausforderung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten: Wie ist die aktuelle Lage in Österreich und der EU im Allgemeinen? Wie ist die Situation etwa in Litauen, wo die Seuche bereits gewütet hat? Und wie wird hierzulande beim Ausbruch diverser Seuchen vorgegangen?

Nicht zuletzt stehen (digitale) Innovationen in der Schweinehaltung auf der Tagesordnung: Innovative Zuchtprogramme, elektronische Managementsysteme, Kamerawiegung und zahlreiche andere Tools werden künftig den Alltag der Schweinebäuerinnen und -bauern mitbestimmen. Was bedeutet dies für die Landwirtschaft – Ballast oder nicht viel eher Chance?

Politische Einschätzungen, praktische Situationsberichte, Inputs aus Forschung und Entwicklung sowie spannende Diskussionen – das verspricht auch das Programm des heurigen Fachtags Schweinehaltung!

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TiergesundheitsdienstAnrechenbar für TGD-Weiterbildung 2 Stunden

Anmeldung

Tagungsleitung & Moderation
Anni Pichler, Redaktionsleiterin der Bauernzeitung Oberösterreich, Linz, und Simon Michel-Berger, stv. Chefredakteur des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblattes, München

09:00 Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen

Block I: Agrarpolitik und Markt

09:30 Herausforderungen für die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2020
Markus Hopfner, Leiter der Abteilung Koordination ländliche Entwicklung und Fischereifonds, BMLFUW, Wien

09:45 Perspektiven für die Schweinehaltung in Österreich
Walter Lederhilger, Obmann des VÖS – Verband Österreichischer Schweinebauern, Wien

10:15 Gemeinsame Agrarpolitik und zukünftige Marktlenkung
Jens Schaps, Leiter der Abteilung Marktordnung und Agrarmarktanalyse, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Europäische Kommission, Brüssel

10:40 Aktuelle Entwicklungen am globalen Fleischmarkt
Knud Buhl, Direktor des Danish Bacon and Meat Council, Brüssel

11:05 Podiums- und Publikumsdiskussion:
Wohin entwickelt sich die österreichische Schweinehaltung?

12:00 Mittagspause

Block II: Tiergesundheit und Seuchenmanagement in Österreich

13:20 Situationsbericht: Die Afrikanische Schweinepest in Litauen
Algis Baravykas, Geschäftsführer der Litauischen Schweineproduzentenvereinigung, Vilnius

13:45 Situationsbericht: Schweineseuchen in Deutschland – Betroffenheit und Maßnahmen
Jürgen Harlizius, Leiter des Schweinegesundheitsdienstes, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bad Sassendorf

14:10 Podiums- und Publikumsdiskussion:
Seuchenmanagement:
Wie erfolgreiche Zusammenarbeit auf allen Ebenen funktioniert
Algis Baravykas, Jürgen Harlizius

Gesetzte und geplante Maßnahmen in Österreich und Europa
Ulrich Herzog, Stellvertretender Leiter der Sektion II – Recht und Gesundheitlicher Verbraucherschutz, Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Wien, und Vizepräsident des europäischen Lenkungsausschusses der Initiative Globales Rahmenwerk für eine kontinuierliche Kontrolle grenzüberschreitender Tierseuchen, Sofia

Untersuchungswesen –Diagnose und Warnsysteme
Fritz Schmoll, Leiter des Geschäftsfelds Tiergesundheit, AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, Wien

Erfahrungen aus Sicht einer Bäuerin
Regina Fischer, Schweinebäuerin aus Peuerbach, Oberösterreich

Erfahrungen aus Sicht eines Veterinärs
Thomas Hain, Landesveterinärdirektor von Oberösterreich, Linz

Block III: Digitalisierung und Innovation

14:50 LFI-Projekt: Was bedeutet Digitalisierung für die Landwirtschaft?
Martin Hirt, Leiter des Projekts Digitalisierung in der Land- und Forstwirtschaft, Landwirtschaftskammer Österreich, Wien

15:05 OptiZucht – gesunde Sauen und vitale Ferkel
Christina Pfeiffer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Nutztierwissenschaften, Department für nachhaltige Agrarsysteme, Universität für Bodenkultur Wien

15:20 Elektronische Managementunterstützung am Betrieb
Johannes Baumgartner, Leiter der Arbeitsgruppe Schwein, Institut für Tierhaltung und Tierschutz, Department für Nutztiere und öffentliches Gesundheitswesen, Veterinärmedizinische Universität Wien

15:35 Wiegung mit Kamera im Praxischeck
Marcus Schweinzger, Geschäftsführer der WUGGL GmbH, Lang, Steiermark

15:50 Podiums- und Publikumsdiskussion:
Wie kann Digitalisierung in einer kleinstrukturierten Schweinehaltung eingesetzt werden?

16:10 Ende

Hier können Sie das Tagungsprogramm für den Fachtag Schweinehaltung downloaden. 

Wintertagung 2018_Folder_Fachtag_Schweinehaltung

Tagungsgebühren (alle Preise inkl. 20% MwSt.)
Tageskarte: Euro 70,–
Ermäßigte Tageskarte:
Euro 35,– (mit Betriebsnummer (LFBISNR))
Euro 15,– (mit Ausweis für StudentInnen, Landjugend, SchülerInnen)

Die Tagungsgebühr ist vor Ort bar zu bezahlen.

Anreise

Messe Wels
Tagungszentrum
Messeplatz 1
4600 Wels

 Markus Hopfner

© BMLFUW/Christopher Fuchs

Markus Hopfner, Stv. Leiter der Sektion Landwirtschaft im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Im Jahr 2018 wird die Diskussion über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik intensiv geführt werden. Ich werde auf die Mitteilung der Kommission dazu eingehen, die österreichischen Prioritäten darlegen und auf den Fahrplan für die nächste GAP-Reform eingehen.

 Walter Lederhilger

© BMLFUW

Walter Lederhilger, Obmann Verband Österreichischer Schweinebauern

Welche Perspektiven die Schweinehaltung in Österreich hat, hängt von vielen Faktoren ab. Die ständige Diskussion in den Bereichen Tierwohl, Eingriffe oder Haltungsfragen verunsichert viele. Unsere Betriebe brauchen daher mehr Rechtssicherheit und Unterstützung bei Investitionen. Ich werde auf Chancen u. Entwicklungen der Märkte eingehen. Die regionale Wertschöpfung und Qualitätsorientierung wird durch die Arbeit der Erzeugerorganisationen im VÖS wesentlich unterstützt.

 Algis Baravykas

© Algis Baravykas

Algis Baravykas, Geschäftsführer der Litauischen Schweineproduzentenvereinigung, Vertretung von den Interessen der litauischen Schweineproduzenten

 Jürgen Harlihzius

© Jürgen Harlizius

Jürgen Harlizius, Leiter des Schweinegesundheitsdienstes bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen,Betreuung und Beratung von schweinehaltenden Betrieben in NRW und Organisationen, Fachtierarzt für Schweine mit den Erfahrungen aus 3 Seuchenzügen in Deutschland.

Die schweinehaltenden Betriebe können wir sehr gut schützen, die Wirtschaft nicht.
Die ASP steht vor der Tür, aber wir wissen nicht, wenn sie eintritt.

 Fritz Schmoll

© AGES GmbH

Friedrich Schmoll, Leiter des Geschäftsfelds Tiergesundheit und Institutsleiter für Veterinärmedizinische Untersuchungen, AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, Mödling

Die Gesundheit des österreichischen Tierbestandes ist eine der Grundvoraussetzungen zur Produktion von qualitativ hochwertigen und sicheren Lebensmitteln. Die jährliche Überprüfung des österreichischen Tiergesundheitsstatus wird durch statistisch abgesicherte Proben- und Kontrollpläne gewährleistet.

 Regina Fischer

© Regina Fischer

Regina Fischer, Schweinebäuerin aus Peuerbach, Oberösterreich

 Martin Hirt

© LKÖ

Martin Hirt, Leiter des Bildungsprojektes „Digitalisierung in der Land- und Forstwirtschaft“ am LFI Österreich

Digitalisierung spielt auch in der Landwirtschaft – nicht zuletzt auch durch Trends wie Smart & Precision Farming – eine immer wichtigere Rolle. Daher gilt es, die im digitalen Zeitalter aufkommenden Chancen & Risiken nachhaltig in das agrarische Fort- und Weiterbildungsangebot zu integrieren.

 Christina Pfeiffer

© Michael Luipersbeck

Christina Pfeiffer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut der Nutztierwissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien

Gemeinsam mit den österreichischen Schweinezuchtverbänden arbeite ich im Projekt OptiZucht an der Erstellung und Erfassung neuer Fitnessmerkmale für die Mutterrassen Edelschwein und Landrasse. Ausgehend von Problemen, die die Zucht auf große Würfe mit sich bringt, möchte ich die Wichtigkeit der Aufnahme von Aspekten des Tierschutzes in Zuchtprogramme aufzeigen und praktische Lösungsansätze vorstellen.

 Johannes Baumgartner

© Vetmeduni Vienna

Ass. Prof. Dr. med. vet. Johannes Baumgartner; Dipl. ECAWBM (AWSEL), Leiter der Arbeitsgruppe Schweinehaltung, Universitätslehrer, Institut für Tierhaltung und Tierschutz, Veterinärmedizinische Universität Wien

Neuen Informationstechnologien können im Schweinestall dazu beitragen, die Tierbetreuung zu erleichtern und Tiergesundheit & Tierwohl zu verbessern. Die automatisierte Tierbeobachtung mittels Sensoren bildet die Grundlage für die Entwicklung von Frühwarnsystemen und Interventionsstrategien für diverse Problembereiche wie z.B. Lahmheit oder Schwanzbeißen.