Cover Ökosozialer Verkehrsradar

Verkehr: Europäische Regionen auf dem Prüfstand

Klima/Umwelt/Ressourcen Wirtschaft

Der Verkehrssektor ist in Europa für knapp 906 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente an Treibhausgasen verantwortlich. Der großflächige Umbau hin zu einen modernen, CO2-armen Mobilitätssystem ist ein zentrales Element in der EU-Strategie zur Senkung der Emissionen um mindestens 40 % bis 2030. Gleichzeitig sollen Wettbewerbsfähigkeit erhalten und soziale Gerechtigkeit gefördert werden.
Welchen europäischen Regionen der Umbau in Richtung eines nachhaltigen Mobilitätssystems besser als anderen gelingt, hat nun das Sustainable Europe Research Institute (SERI) im Auftrag des Ökosozialen Forums untersucht.

Die Wertung des ökosozialen Verkehrsradars (Gesamtindex) führt die tschechische Region Prag, gefolgt von den deutschen Regionen Berlin und Hamburg. Deutschland liegt mit insgesamt sieben Regionen unter den Top-10. Die Regionen Frankreichs liegen fast ausschließlich im roten Bereich, auch Litauen sowie die meisten spanischen, griechischen und polnischen Regionen befinden sich im Schlussfeld. Die österreichischen Regionen sind mit Ausnahme von Wien ebenfalls alle im roten oder orangen Bereich zu finden, weisen also eine unter dem Durchschnitt liegende Bewertung auf. In Schweden sind alle Regionen dunkelgrün gefärbt und schneiden somit sehr gut ab. Über dem Durchschnitt, mit einigen sehr guten Platzierungen, liegen Regionen in Nordwest-Deutschland sowie dem Vereinigten Königreich, wo jedoch Irland und Nordirland recht stark abfallen. Regionen mit hellgrünen Schattierungen sind auch in der Schweiz, sowie in Rumänien, der Tschechischen Republik und Dänemark wiederzufinden.

In den meisten Ländern ist die Performance recht homogen. Nur in den Niederlanden, Deutschland, Tschechien und Belgien sind größere Abweichungen zwischen den Regionen zu erkennen. Tendenziell lassen sich Stadt-Land-Unterschiede ausmachen: Vorwiegend städtische Gebiete schneiden im Gesamtverkehrsradar besser ab als ländliche Regionen.

Präsentation in Alpbach
Der Ökosoziale Verkehrsradar wurde am 27. August 2017 in Alpbach in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Ökosozialen Studierendenforum, dem Club Alpbach Niederösterreich und dem ÖAMTC präsentiert.

http://xn--kosozial-m4a.at/wp-content/uploads/2017/08/Mayrhofer_Präsentation-Verkehrsradar.pdf

Präsentation Nachhaltigkeit-Check Verkehr von Hans Mayrhofer am 27. August 2017 in Alpbach.

Die Erstellung des Nachhaltigkeits-Check Verkehr sowie die Präsentation wurden unterstützt von: