Getreidefeld

Fachtag Ackerbau 31.01.2017

Wintertagung

2017 findet der Fachtag Ackerbau erstmals im Universitäts- und Forschungszentrum Tulln statt. Inhaltlich geht es u.a. um Nährstoffmanagement am Acker. Auch werden die neuesten Ergebnisse hinsichtlich regionaler Ertragsschwankungen vorgestellt.

Tagungsleitung und Moderation
Anni Pichler, Redaktionsleiterin der Bauernzeitung Oberösterreich, Linz

09:00 Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen

Block I: Zukunft am Acker – Lösungsansätze für die Region

09:30 Begrüßung
Martin Gerzabek, Rektor der Universität für Bodenkultur Wien

09:45 GAP-Reform? Was bleiben muss!
Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Wien

10:05 Regionale Ertragsschwankungen – Präsentation aktueller Studienergebnisse
Gernot Bodner, Privatdozent der Abteilung Pflanzenbau, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Universität für Bodenkultur Wien

10:25 Antworten der österreichischen Pflanzenzüchtung auf den Klimawandel
Johann Birschitzky, Geschäftsführer der Saatzucht Donau, Probstdorf

10:45 Markt für Getreide und Ölsaaten – regionale Strategien für die Zukunft
Ernst Gauhs, Geschäftsführer der Bio Getreide Austria GmbH, Wien

11:05 Podiums- und Publikumsdiskussion: Hat der Acker Zukunft?

11:30 Mittagspause

Block II: Nährstoffmanagement

13:00 Warum Kreislaufwirtschaft die Lösung ist
Otto Auer, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, St. Pölten

13:15 Nährstoffrecycling am Beispiel Phosphor
Jennifer Bilbao, Leiterin der Gruppe Nährstoffmanagement, Abteilung Physikalische Prozesstechnik, Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart

13:40 Sachgerecht düngen: Neuauflage der Richtlinie für sachgerechte Düngung und Aktionsprogramm Nitrat
Andreas Baumgarten, Leiter der Abteilung für Bodengesundheit und Pflanzenernährung, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, Wien

14:00 Kompost und weitere Düngungsalternativen
Hubert Seiringer, Obmann der ARGE Kompost & Biogas Österreich, Wien

14:20 Podiums- und Publikumsdiskussion: Wie muss moderne Pflanzennährstoffberatung aussehen?
Otto Auer, Andreas Baumgarten, Jennifer Bilbao, Hubert Seiringer,
Max Strasser, Düngemittelexperte bei Timac Agro Österreich, Zwentendorf

14:40 Kaffeepause

Block III: Pflanzenschutz und Nützlinge

15:00 Alternative Bekämpfungsmethoden beim Maiswurzelbohrer
Peter Klug, Referent für Pflanzenschutz im Ackerbau, Landwirtschaftskammer Steiermark, Graz

15:20 Gelbrost bei Weizen
Siegrid Steinkellner, Leiterin der Abteilung Pflanzenschutz, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Universität für Bodenkultur Wien

15:40 Der Nutzen von Blühstreifen
Paul Weiss, Obmann des Distelvereins, Deutsch-Wagram

16:00 Podiums- und Publikumsdiskussion: Herausforderungen am Acker der Zukunft

16:30 Ende und Führung durch den Forschungsstandort

Hier können Sie das Tagungsprogramm für den Fachtag Ackerbau downloaden.
2017 Tagesflyer Ackerbau ÖSF

Martin Gerzabek

(c) Boku

Martin Gerzabek, Rektor der Universität für Bodenkultur Wien, Präsident von BIOS Science Austria, Präsident von ICA-CASEE, Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und der Academia Europaea

„Mein Beitrag zur Wintertagung ist die Begrüßung der TeilnehmerInnen des Ackerbautages in Tulln, einige Informationen über die Tätigkeit der Universität für Bodenkultur zur Verfügung zu stellen, sowie einige Gedanken zum Thema zu teilen.“

Hermann Schultes

(c) LK NÖ/Haiden

Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich und Abgeordneter zum Nationalrat

„Liberalisierte Märkte kommen voll zur Wirkung. Direktzahlungen sind von der Produktion entkoppelt und verlieren ihre Funktion als Sicherungselement. Die EU braucht für die Zukunft neue Elemente zur aktiven Marktentwicklung. Die Bauern brauchen ein neues, besseres Sicherheitsnetz zur Krisenvorsorge.“

Gernot Bodner

(c) Gernot Bodner

Gernot Bodner, Privatdozent der Abteilung Pflanzenbau, Department für Nutzpflanzenwisschaften, Universität für Bodenkultur Wien, Leiter der Arbeitsgruppe Nutzpflanzenökologie

„Die Nutzpflanzenproduktion in Österreich wird in Zukunft vermehrt mit Mangel- und Stresssituationen (Wasser, Hitze …) zurechtkommen müssen. Daten der Ertragsvariabilität aus Praxisschlägen möglich es, das Ausmaß des durch Stress bedingten Ertragsrisikos und die Wirkung von Managementoptionen abzuschätzen.“

Johann Birschitzky

(c) Foto Tschank

Johann Birschitzky, Geschäftsführer der Saatzucht Donau und Obmannstellvertreter der Vereinigung Österreichischer Pflanzenzüchter und Saatgutkaufleute (Saatgut Österreich)

„Standortangepasste Pflanzenzüchtung kann wesentlich dazu beitragen, die negativen Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft zu reduzieren.“

Ernst Gauhs

(c) RWA

Ernst Gauhs, Geschäftsführer der Bio Getreide Austria GmbH und Obmann-Stellvertreter im Verein Donau Soja

„Am globalen und nationalen Markt für Getreide und Ölsaaten steigen Nachfrage und Angebot, bei hohem Preisrisiko. Zukunftsstrategien müssen sich an regionalen Stärken/Schwächen/Chancen/Risiken orientieren. Dazu Rahmenbedingungen und Hintergründe für österreichische Erfolgsgeschichten, insbesondere Bio.“

Otto Auer

(c) LK NÖ Alexander Haiden

Otto Auer, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich

„Warum Kreislaufwirtschaft? Gelebte Kreislaufwirtschaft erfordert regionale und vernetzte Systeme. Kreislaufdenken heißt Denken in Wertschöpfungsketten. Die Überlegungen müssen vor dem Anbau beginnen und über die Ernte hinausgehen. Die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten in der Region, die regionale Bereitstellung der notwendigen Energie und der Betriebsmittel, die Nutzung und Veredelung der Nebenprodukte, die Rückführung der Reststoffe und die Sicherung von Arbeitsplätzen und damit regionaler Kaufkraft gehören dazu. Ist es nachhaltig, wenn ein System nicht in der Lage ist sein eigenes Saatgut zu produzieren? Kann eine Kreislaufwirtschaft ohne Nutztierhaltung nachhaltig funktionieren? Werden Reststoffe am Ende der landwirtschaftlichen Produktionskette rückgeführt? Forschung und Menschen mit Hausverstand sind die Antreiber funktionierender Kreisläufe.“

Jennifer Bilbao

(c) Frauenhofer IGB

Jennifer Bilbao, Gruppenleiterin Nährstoffmanagement am Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik, Stuttgart

„Mein Beitrag geht auf die Problematik der Gülle und Gärrestausbringung in Regionen mit intensiver Tierhaltung ein und auf die technischen Lösungen, die das Fraunhofer IGB zur Nährstoffrückgewinnung entwickelt hat.“

Andreas Baumgarten

(c) AGES

Andreas Baumgarten, Leiter der Abteilung für Bodengesundheit und Pflanzenernährung, Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit

„Eine nachhaltige Intensivierung der Pflanzenproduktion erfordert Konzepte zur Umwelt- und Ressourcen schonenden Pflanzenernährung. Es werden sowohl die gesetzlichen Rahmenbedingungen als auch deren pflanzenbauliche Grundlagen erläutert und deren Weiterentwicklung skizziert.“

Hubert Seiringer

(c) Hubert Seiringer

Hubert Seiringer, Obmann ARGE Kompost & Biogas Österreich

„Humusaufbau ist die Grundlage für fruchtbare Böden, nachhaltige und unabhängige Landwirtschaft, gesunde Lebensmittel und ehrlichen Klimaschutz.“

Max Strasser

(c) Ulrike’s Fotostudio

Max Strasser, Düngemittelexperte bei Timac Agro Österreich

„Mein Beitrag zur Wintertagung: Moderne Pflanzenernährung seitens der Industrie und Praxis, Phosphorrückgewinnung, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit.“

Peter Klug

(c) LK Steiermark

Peter Klug, Leiter des Referates Pflanzenschutz der Landwirtschaftskammer Steiermark

„Biologische Behandlungsmethoden sind begrüßenswert, müssen aber auch wirtschaftlich vertretbar und ausreichend wirksam sein. Denn vom „Draufzahlen“ kann kein Landwirt den Betrieb erhalten.“

Siegrid Steinkellner

(c) Siegrid Steinkellner

Siegrid Steinkellner, Leiterin der Abteilung Pflanzenschutz, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Universität für Bodenkultur

„Mein Beitrag zur Wintertagung geht auf die Bedeutung des Gelbrostes im Ackerbau ein. Neben der aktuellen Situation wird auch die historische Entwicklung dieses Schaderregers aufgezeigt.“

Paul Weiss

(c) krone.at

Paul Weiss, Biobauer im Marchfeld und Obmann des Distelvereins

„Blühstreifen – im Biotypverbund angelegt und mit vielfältiger, standortangepasster Blühmischung eingesät – sichern ein ausreichendes Maß an Biodiverstiät in intensiv genutzten Agrarlandschaften.“