Mehr Wertschätzung und Wertschöpfung für unsere Lebensmittel

Allgemein

Das Ökosoziale Forum Salzburg lud am 18.September 2018 seine Mitglieder sowie Interessierte zum Diskussionsabend unter dem Titel: „Mehr Wertschätzung und mehr Wertschöpfung für unsere Lebensmittel“ in den Heffterhof. Als Referenten wurden Hannes Royer von „Land schafft Leben“ aus der Steiermark und Frau Eva Maria Haas, Geschäftsführerin von „Unsere bayerischen Bauern“ eingeladen. Beide leisten wertvolle Arbeit um Information über die Herkunft und Qualität der landwirtschaftliche Produkte für die Bevölkerung erfahrbar zu machen. „Land schafft Leben“ hat es geschafft erster Schulvideo-Produzent in Sachen Lebensmittel zu werden und stellt Materialen kindgerecht für die Neue Mittelschule und die Oberstufe her.

Eva Maria Haas vereint in einer Interessensgemeinschaft land- und forstwirtschaftliche Organisationen um den regionalen, landwirtschaftlichen Produkten zu mehr Wahrnehmung und Ansehen zu verhelfen. „Unsere bayerischen Bauern“ macht PR und Aufklärung über regionale, landwirtschaftliche Produkte mit Kurzvideos, Plakaten, Radiospots, Blogs und in Social Media.

In der Diskussion stellte sich bald heraus, dass durch die unendlich vielen Angebote, mit denen die Handelsketten im ständigen Wettbewerb um Marktanteile die Konsumenten in ihre Geschäfte locken, kein vernünftiger Preis mehr erreichbar ist. Die Kunden sind zu Angebotsjägern erzogen worden. Die Qualität spielt nur bei Befragungen vor dem Geschäft eine Rolle. Im Einkaufswagen findet man diese Einstellung nicht wieder. „Auch die Bauernfamilien bestehen den ‚Kühlschrank-Test‘ nicht“, berichtet Hannes Royer. „Sie unterschätzen die Vorbildwirkung, denn auch die Einkaufswagerl der Bäuerinnen werden von den übrigen Kunden beobachtet.“

Ein weiteres Hindernis auf dem Weg zu mehr Wertschöpfung ist auch, dass die Lebensmittelbranche nicht zusammen hält. Einer bricht immer wieder aus. Ein weiteres Problem ist natürlich die Überproduktion.

Franz Zehentner von der SalzburgMilch spricht aus Erfahrung: „Es ist einfach viel zu viel Rohmaterial da und wir produzieren Wegwerfartikel durch die vielen Mengenrabatte. Ich ersuche dringend die Mengen herunter zu fahren. Wir werden im nächsten Jahr in Milch ersaufen“, befürchtet er, „wie jedes Mal nach einem trockenen Jahr.“

www.landschafftleben.at

www.unsere-bauern.de