Gelungener Start für die Obststadt Wien – 30 Obstbäume für Alle

Grünraum Nahrungsquelle Wien Veranstaltungen

Apfel, Birne, Marille und Pfirsich – sie alle wachsen und gedeihen seit Samstag auf der Donauinsel. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Herbsttemperaturen pflanzten 30 Obstbaumpat*innen beim Pflanzfest auf der Donauinsel – der offiziellen Auftaktveranstaltung zur „Obststadt Wien“ – insgesamt 30 Obstbäume. Die Menschen, so die Vision des Projektes, sollen beim Spazieren gesundes Obst ganz einfach von den Bäumen pflücken können.

Realisiert wurde die „Obststadt“ durch einen Zusammenschluss aus engagierten Partnern – sowohl Organisationen als auch Einzelpersonen. Die Lokale Agenda Donaustadt übernahm die Koordination und die Suche nach den Obstbaumpat*innen. Das Ökosoziale Forum Wien finanzierte eine Website mit digitaler Fruitmap, auf der die Lage der Obsthaine ebenso wie das Alter der Bäume oder der Reifegrad der Früchte online verzeichnet sind. Und am Stand der „Umweltspürnasen“ konnten bei der Pflanzaktion Insektenhotels gebastelt werden.

Bild: Elisabeth Pollak

„Die Idee, einen frei zugänglichen Obsthain auf der Donauinsel zu pflanzen, ist aus dem großen Anliegen heraus entstanden, das Bewusstsein dafür zu stärken, wie Nahrungsmittel wachsen und entstehen. Das Konzept der ‚essbaren Stadt’ dient dazu, unsere Gesellschaft dafür zu sensibilisieren, woher unsere Nahrungsmittel kommen, wie sie entstehen und gedeihen und vor allem, wie sie schmecken. Daher freut es mich heute besonders, nach vielen Jahren der Anstrengung den ersten Obsthain Wiens, der künftig allen Wienerinnen und Wienern zur Verfügung steht, begründen zu können“, erklärt Gemeinderat Josef Taucher, Mitbegründer des Obsthains auf der Donauinsel und ehemaliger Generalsekretär des Ökosozialen Forums Wien. „Damit rufen wir neben den unzähligen Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten, Selbsternteparzellen und Bauernmärkten ein weiteres Projekt ins Leben, um Wien zur genussvollen Nahrungsquelle für alle Wiener und Wienerinnen zu machen“ so Taucher.

Verein „Obststadt Wien“ sucht, unterstützt und informiert Baumpat*innen

30 Baumpat*innen übernehmen in den ersten Jahren die Pflege dieser Bäume und schauen darauf, dass es den Pflanzen gut geht.  Der Verein „Obststadt Wien“ rund um Martin Mollay und Nikolai Ritter sorgt dabei einerseits für ihre Betreuung und die Wissensvermittlung durch „Obstbaumflüsterer“ Peter Sauer. Andererseits ist der Verein bereits engagiert dabei, die „Obststadt“ von Beginn an wachsen zu lassen, und sowohl neue Bäume als auch neue Flächen für die Wienerinnen und Wiener anzuwerben. „Meine Vision ist, dass Nahrung ein freies Gut wird, von dem Menschen gesund leben können. Die Obstbäume, die wir pflanzen, sind für jeden Menschen, aber vor allem für diejenigen aus den kommenden Generationen. Wir können nur im Jetzt beginnen, Dinge zu verändern und nicht im Morgen. Alle, die mitmachen, lernen dabei mit den eigenen Händen Verantwortung für das große Ganze zu leisten“, so Obststadt-Initiator Mollay.

Gutes für Generationen

„Diese Bäume werden noch für viele Generationen Früchte tragen“, sagt Hans Sailer, Präsident des Ökosozialen Forums Wien. „Damit entspricht das Projekt unserer Vision der ‚Enkerlgerechtigkeit‘ und eines respektvollen Umgangs mit der Natur.“, so Sailer. „Die Bäume sind ein weiterer Baustein der ‚guten Stadt für Generationen‘, der wir uns als Ökosoziales Forum Wien verschrieben haben.“

Gut gelegen und online zu finden

Die Bäume sind auf einer gut erreichbaren, fast 2000 m² große Fläche nahe der U2-Station „Donaustadtbrücke“ zu finden. Die digitale Fruitmap auf wien.obststadt.at zeigt den Menschen an, wo die Bäume stehen und wie reif die Früchte sind.

Bestens erreichbar: Lage des Obsthains auf der Donauinsel

 

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